EEWärmeG - Die CO2-Lüge oder wie ein Staat seine Bürger missbraucht.

Es kommt, das Gesetz zur “Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich” (EEWärmeG).

Die Idee
Der kleine Häuslebauer wird verpflichtet den Wärmeenergiebedarf anteilig mit Erneuerbaren Energien zu decken. Dazu wird es üblicherweise Fördergelder geben, die wahrscheinlich die Mehrkosten nicht komplett decken.

Das Gesetz
Ab 2009 muss die Wärmeenergie durch

oder

oder

oder

erzeugt werden.

Das Ziel
Vordergründiges Ziel ist es den CO2-Ausstoß zu senken und erneuerbare Energien zu stärken.

Wenn wir positiv denken - klingt das doch prima !

Im Zeitraum von Oktober 2006 bis September 2007 (12 Monate = 1 Jahr) wurden nach Angaben von Destatis.de 126116 Bauvorhaben mit einer Wohnfläche von ca. 18,6 Mio. m² genehmigt.

Jedes dieser Bauvorhaben hat rechnerisch eine Größe von ca. 148 m², benötigt ca. 12000 kWh Energie für Heizung und Warmwasser (der bereits jetzt vorhandene Anteil an erneuerbaren Energie wurde nicht berücksichtigt!) und verursacht ca. 2,76 Tonnen CO2/Jahr (Mittel aus anteilig Erdgas und Heizöl).

Spart ein Bauvorhaben zukünftig etwa 50% des bisherigen CO2, entspricht diese einer Einsparung von 1,4 Tonnen CO2 / Jahr ! Hochgerechnet auf die genehmigten Bauanträge (siehe oben) summiert sich die gesamte CO2-Einsparung auf fast 180000 Tonnen CO2 pro Jahr !

Das klingt immer noch prima und das kein falscher Eindruck entsteht, ich bin auch für CO2-Einsparung, klimaneutrales Heizen, Solaranlagen, Grün-Dächer, Müllvermeidung, regionale Lebensmittel, 3-Liter Autos usw., aber das EEWärmeG ist nur die eine Seite der Medaille.

Der Gegenbeweis
Während die Bundesregierung auf andere Länder mit den Finger zeigt und sich als Klimaschützer international profilieren will, genehmigt (oder plant diese zu genehmigen) die gleiche Bundesregierung den Bau von 9 bis 25 neuen Kohlekraftwerken - den größten Klimakillern – und verteilt dazu noch großzügige Subvensionen !

Die Verstromung von Kohle ist die billigste Art der Stromerzeugung, gleichzeitig die mit der höchsten Wertschöpfung, aber auch die “Schmutzigste”. Diese Kohlekraftwerke verursachen jährlich ca. 50 bis 140 Mio Tonnen CO2. (Wenn sich dann auch noch die Geschichte wiederholt, gibt’s wieder kostenlose CO2-Zertifikate für die Energiekonzerne, welchen dann wiederum den Bürgern kostenpflichtig in Rechnung gestellt werden - genial !)

Fazit
Hier spätestens sieht man die Absurdität eines Gesetzes welches den Bürger maßregelt und bevormundet, gleichzeitig den Energiekonzernen Milliardengewinne beschert und die CO2-Einsparungen der Bürger pulverisiert.
Der Staat schnüffelt künftig, nicht nur am Telefon und im Internet, sondern auch im Heizungskeller. Bürokratie und dessen Kosten werden wieder ins unermessliche steigen und das Ergebnis wird, im Vergleich, kaum messbar sein.

Rechnet man jetzt mit einer Laufzeit von 30 Jahren (jährlich je 126116 Bauvorhaben) ergibt sich für die gesamte Laufzeit eine CO2-Einsparung von rund 84 Mio. Tonnen - eine Kohlekraftwerk verursacht im gleichen Zeitraum rund 150 Mio. Tonnen CO2 !

Ironie
Lobbyisten “überzeugen” Politiker -> Politiker erlassen Gesetze -> Bürger werden vorgeführt und bezahlen höhere Gebühren und über Steuern die Subvensionen -> Energiekonzerne melden Milliardengewinnne -> Politiker werden zu Aufsichtsräten -> den letzten beißen die Hunde !

Mein Vorschlag
Sinnvollerweise hilft wahrscheinlich nur ein Gesetz zum “Tätigkeitsverbot von Politikern bei Energieunternehmen auf Lebenszeit”



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8 Reaktionen zu “EEWärmeG - Die CO2-Lüge oder wie ein Staat seine Bürger missbraucht.”

  1. energynet » Blog Archiv » Was sagen die anderen zum Klimaschutzpaket?

    […] Heizungsblog: EEWärmeG - Die CO2-Lüge oder wie ein Staat seine Bürger missbraucht. […]

  2. Energieberater

    Prima geschriben und so richtig. Übrigens ist CO2 nicht Ursache vom Klimawandel.

    Hier ein Link.

    http://www.baumarketing.org/kolumne/klimawandel.html

  3. Thomas

    Ich würde den Vorschlag am Ende etwas allgemeiner formulieren:
    Mein Vorschlag:
    Sinnvollerweise hilft wahrscheinlich nur ein Gesetz zum “Tätigkeitsverbot von Politikern auf Lebenszeit”

  4. Architekt

    Nett und richtig geschrieben. die groß0en dürfen alles machen und den kleinen hängt man. Ein anderer Punkt ist die ewige Diskussion mit dem Tempolimit, alle 130 km/h und Co2 geht runter.

  5. Kurt

    Was passiert eigentlich wenn das Dach bereits mit Photovolatik voll gepflastert ist und jemand dann die Heizung erneuern muss? Dann fällt je die thermische Solaranlage flach - bleibt einem dann nur noch die Wahl zwischen Wärmepumpe oder Pellets?

  6. Architekt

    Aufwiedersehen Freiheit. Die Verpflichtungen des Bürgers werden beliebig in die Höhe getrieben und der Dussel merkt es noch nicht einmal:
    - wenn er zusätzliche Nachweise nach der EnEV beizubringen hat,
    - wenn er nach den EEWärmeG nicht mehr frei entscheiden kann, was er baut
    … dann ist es zu spät.

    Bei nächster Gelegenheit sollte sich der Wähler mal schlau machen, welche Politiker sich gerade von der DENA versorgen lassen und wer gerade für welchen Fernwärmeanbieter arbeitet. Aber selbst der Strom betriebene Durchlauferhitzer entfaltet nach der EnEV ökologische Qualitäten - auch eine “Aufsichtsratsfrage”? Warum hat man kein Vertrauen auf die Entscheidungsfähigkeit des Bürgers? Energie kostet, und das immer mehr. Benötigt die Sinnhaftigkeit von Einsparungen da solche Bürokratenmonster?

  7. ma235zda

    t449a…

    t288t…

  8. Casino 491e39ff93

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  9. chineseman

    greatings…

    Thank you! I would now go on this blog every day!…

  10. Hermann

    Nun ja, ohne Energiespargesetze würden wir alle noch einen Bollerofen heizen. Gesetze sind schon okay, müssen nur sinnvoll umgesetzt werden - und das ist sehr schwer zu bewerkstelligen. Hätten Politiker keine Berufsrückkehrwahl, würde die Qualität unserer Oberen noch mehr abnehmen, als es ohnehin schon ist. Habe mal ausgerechnet, wann in meinem Fall eine Energiesparmaßnahme sich amortisiert: In 47 Jahren bei 2 Personen. Das ist ohnehin für den kleinen Mann betriebswirtschaftlicher Unsinn! Also braucht es einen gewissen Zwang, ob wir es wahr haben wollen oder nicht…sonst macht keiner etwas in Sachen Umweltschutz, DAS ist noch schlimmer für die Umwelt.

  11. Casino 496892bbc3

    Casino 496892bbc3…

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  12. Leser

    So gern ich der Argumentation gegen das neue Gesetz folgen würde, so muss ich doch feststellen, dass die beiden hier aufgeführten Elemente nichts miteinander zu tun haben.
    Die Frage ob das Gesetz Sinn macht hat nichts mit der Frage zu tun, wie wir den steigenden Energieverbrauch von Deutschland decken sollen.
    Selbst unter der Annahme, dass es falsch ist, Kohlekraftwerke zu bauen, hat das keinen Einfluß auf die Wirksamkeit bzw. Sinnhaftigkeit des EEWärmeG.
    Meiner Meinung nach wurden im Artikel zwei Argumente im Zusammenhang mit dem EEWärmeG genannt:
    Plus: Zwang -> mehr Erneuerbare Energieen werden eingesetzt -> besser für die Umwelt
    Minus: Gesetz -> erfordert Prüfungen -> Ressourcenverschwendung durch Bürokratisierung.
    Bitte diese Argumente ergänzen und gegeneinander abwägen und nicht verschiedene Themen vermischen.
    Danke.



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