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VAILLANT : BRENNSTOFFZELLEN-HEIZGERÄT

Aus dem Labor in die Praxiserprobung Vorbereitungen für Feldtests in Kooperation mit europäischen Entwicklungspartnern
Die Entwicklung des Vaillant Brennstoffzellen-Heizgerätes (BZH) gelangt jetzt mit der Planung der ersten Reihe von Feldtests in eine wichtige Phase. Im Laufe der kommenden drei Jahre werden in einigen europäischen Ländern sukzessive insgesamt über 400 Geräte eingesetzt.

"Wir werden die Brennstoffzellentechnologie in der praktischen Anwendung für die Wärme- und Stromerzeugung sehr intensiv erproben", so Vaillant Geschäftsführer Dr. Michel Brosset. "Unser primäres Ziel ist es, zusammen mit unseren auf ihren jeweiligen Gebieten führenden Kooperationspartnern ein Gerät zur Marktreife zu bringen, das höchste Qualitätsansprüche im Hinblick auf Funktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit erfüllt. Die Ergebnisse der Feldtests sind für uns ausschlaggebend für den Markteinführungstermin."

Im Rahmen seines BZH-Innovationsprojekts hat Vaillant 1999 eine Entwicklungskooperation mit dem US-amerikanischen Hersteller Plug Power gestartet, einem der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Brennstoffzellentechnologie. Plug Power, das auch die Brennstoffzellen produzieren und für die Vaillant BZHs liefern wird, hat mit erfolgreichen Langzeittests die prinzipielle Eignung dieser Technologie für die dezentrale Stromerzeugung nachgewiesen: Mit zahlreichen Brennstoffzellen und dazugehörigen Reformern - darunter ein aus 15 baugleichen Prototypen bestehendes Testfeld - wurde in der Stromerzeugung eine Gesamtbetriebsdauer von über 100.000 Stunden bereits übertroffen. Damit hat die Brennstoffzellentechnik von Plug Power ihre solide Leistungsfähigkeit nachgewiesen. Die intensiven gemeinsamen Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich jetzt auf die Optimierung der physikalisch-chemischen Prozesse der Gasaufbereitung und die praxisgerechte Gestaltung des Brennstoffzellen-Heizgerätes, also des gleichzeitig wärme- und stromerzeugenden Systems BZH.

Als nächsten Schritt wird Vaillant ab Mitte 2001 zusammen mit den Partnern Ruhrgas, E.ON-Engineering, ELE Emscher Lippe Energie und EUS Gesellschaft für innovative Energieumwandlung die ersten Tests mit Niedertemperatur-zellen mit Protonen leitender Membran (PEM) in Nordrhein-Westfalen installieren. Das Bundesland fördert diese Kooperation im Rahmen des Programms "Rationelle Energienutzung" (REN). Im Jahr 2002 beginnt ein weiterer aus Mitteln der Europäischen Union geförderter Feldtest mit etwa 50 dezentral installierten Systemen, die - mit einer zentralen Leitwarte verbunden - wie ein kleiner Kraftwerksblock gesteuert werden. Dieses "virtuelle Kraftwerk" wird die verbrauchsnahe Erzeugung in einzelnen Häusern mit dem Last-management des vorgelagerten Niederspannungsnetzes verbinden und damit einmalig in Europa sein. An diesem Vaillant BZH-Test werden sich Plug Power Holland, die Gasversorger Gasunie/Niederlande und Ruhrgas, der Stromversorger RWE Power, die Universität Lissabon, die Universität Gesamt-hoch-schule Essen, DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Cogen Europe (Europäischer Verband für Kraft-/ Wärmekopplung) und die spanische Sistemas de Calor beteiligen.

Ferner hat Vaillant mit dem Oldenburger Energieversorgungsunternehmen EWE für das Jahr 2002 gemeinsame BZH-Tests mit einem Prototypen sowie im darauf folgenden Jahr mit 150 weiteren Geräten vereinbart.

Diese umfangreichen Feldtests sind darauf ausgerichtet, die Praxistauglichkeit der innovativen Technik zu optimieren. Dabei wird auch die Integration des Fachhandwerks in die Geschäftsabläufe dieses neuen Marktsegments erprobt. Nach Abschluss dieser Testphasen wird Vaillant zur breiten Markteinführung den Partner-Installateuren im Fachhandwerk ein Komplett-Paket bieten: das Gerät inklusive Schulungen, Marketing-Unterstützung etc.

Auf der Grundlage der Feldtest-Ergebnisse wird Vaillant die Systemoptimierung und Vermarktungsvorbereitung vorantreiben. Wenn die Ergebnisse zufriedenstellend ausfallen, wird Vaillant seinem Entwicklungsplan entsprechend im Laufe des Jahres 2003 eine Pilotserie produzieren. Ab 2004 sollen Serienherstellung und Vermarktung beginnen. Die erste Modellreihe wird eine elektrische Leistung von 4,6 kW und eine Wärmeleistung von 7 kW (zuzüglich Zusatzheizgerät mit 28 kWth) aufweisen. Diese BZHs werden in Mehrfamilienhäusern oder im Kleingewerbe als Ersatz für konventionelle Gas-Heizungsanlagen oder in Ergänzung zu bestehenden Vaillant Heizgeräten installiert, die eine BZH-Nachrüstung ermöglichen. Ihre gleichzeitige Strom- und Wärme-Erzeugung wird zu einem deutlich niedrigeren Primärenergieverbrauch und zu einem bis zu 50 Prozent geringeren C02-Ausstoß als bei herkömmlicher Technik führen.

VAILLANT : BRENNSTOFFZELLEN-HEIZGERÄT

www.vaillant.de





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