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Bilanz-Pressekonferenz: Vaillant Hepworth-Gruppe auf Wachstumskurs

Rückblick 2001 / Ausblick 2002
Vaillant Hepworth-Gruppe auf Wachstumskurs

Remscheid / Düsseldorf, 29. Mai 2002 - "Ein Jahr nach dem Zusammenschluss der beiden Firmengruppen Vaillant und Hepworth können wir eine positive Bilanz ziehen", so das Fazit der Geschäftsführer Dr. Michel Brosset und Claes Göransson anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz. Trotz der insgesamt schwieriger gewordenen Marktbedingungen ist der Umsatz der Vaillant Hepworth-Gruppe (VH-Gruppe) um 4,1 % auf rund 1,7 Mrd Euro gestiegen. Das im Hinblick auf Einmaleffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (nachhaltiges EBITDA) erhöhte sich um 4,9 % auf 191 Mio Euro. Der VH-Marktanteil im wichtigsten Segment Wandheizgeräte verbesserte sich um 2 Prozentpunkte auf über 25 % des europäischen Marktes. "Diese Fortschritte zeigen die operative Stärke der neuen VH-Gruppe", so der für das VH-Heiztechnik-Geschäft verantwortliche Geschäftsführer Brosset, "und dass wir uns auch in der Phase der Integrationsarbeit zur Zusammenführung der beiden Unternehmensgruppen intensiv auf Märkte und Kunden konzentriert haben."

Umsatzwachstum gegen den Markttrend
Die europäischen Heiztechnik-Märkte waren im vergangenen Jahr überwiegend von rückläufigen Tendenzen geprägt. Neben Deutschland galt dies vor allem für westeuropäische Länder wie Spanien, Frankreich und Italien sowie für vereinzelte osteuropäische Regionen wie Polen, Tschechien und die Türkei. Dem standen erfreuliche Markt-Zuwächse insbesondere in Großbritannien, Niederlande und Ungarn entgegen. Die VH-Gruppe hat ihren Heiztechnik-Umsatz 2001 sowohl in Deutschland als auch in West- und Osteuropa steigern können. Das Wachstum betrug insgesamt 3,9 % auf 1,372 Mrd Euro. Im Non-Heating-Geschäft (Automotive: Common-Rail-Dieselpumpen, Aluminium-Teile / Baumaterial: Drainage-Systeme, Installationsrohre, Zementröhren) stiegen die Umsätze um 5,0 % auf 313 Mio Euro. Vom Gesamtumsatz entfielen knapp 1,3 Mrd Euro (plus 1,2 %) auf das Ausland und 386 Mio Euro (plus 14,9 %) auf Deutschland.

Operatives Ergebnis und Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gesteigert
Bereinigt um Einmaleffekte, die hauptsächlich durch die Hepworth-Akquisition bedingt sind, erzielte die VH-Gruppe ein nachhaltiges operatives Ergebnis (nEBITDA) in Höhe von 191 Mio Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Wert des Jahres 2000 ist dies eine Steigerung um 4,9 %. Angesichts von Einmal-Effekten von über 70 Mio Euro (neben Firmenwertabschreibungen von 35 Mio Euro, Abschreibungen sowie einem Finanzergebnis von minus 50 Mio Euro und Steuern von 29,6 Mio Euro) betrug der Jahresfehlbetrag 57,2 Mio Euro (Vaillant Konzern 2000: Jahresüberschuss 25,2 Mio Euro). Insbesondere durch erhebliche Bestandssenkungen im Rahmen durchgeführter Projekte zur Verbesserung des Working Capitals sowie durch bereits realisierte Integrationsvorteile konnte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit der VH-Gruppe erheblich gesteigert werden.

Anhaltende Innovationsoffensive
Die Heiztechnik-Produkte der VH-Gruppe bilden eine der umfassendsten und innovativsten Paletten im europäischen Markt. Mit einem Gesamtabsatz von rund 2,3 Mio Heizgeräten ist die VH-Gruppe das führende Unternehmen ihrer Branche in Europa, wobei sie mit 1,2 Mio Wandgeräten mit großem Abstand vor ihren Wettbewerbern liegt und mit über 125.000 Standgeräten ebenfalls einer der führenden Anbieter ist. Starke Positionen hält sie auch bei Warmwasser- und Elektrogeräten. Im Rahmen der 2000 begonnenen Innovationsoffensive ist inzwischen nahezu das gesamte Wandgeräte-Sortiment erneuert, zum Beispiel mit den Vaillant Heizwert-Linien Euro Plus/Pro und atmoTEC/turboTEC und den 2001 eingeführten ecoTEC-Brennwertgeräten. Neu sind auch die Geräte Isotwin, Thematek und Themaclassic von Saunier Duval sowie die Palette Leopard, Jaguar und Bear von Protherm. Auch das Produkt-Programm der Standgeräte (Kessel) wurde beispielsweise mit den neuen Vaillant Brennwertgeräten ecoCOMPACT und ecoVIT, bei denen das höchst innovative Konzept realisiert wurde, die erfolgreiche Wandgeräte-Technik auf dieses Sortiment zu übertragen, beträchtlich erweitert. Im Geschäft mit Elektro-Geräten wurde die Palette ebenfalls weiter erneuert, z. B. mit dem neuen Elektro-Durchlauferhitzer VED.

Klar im Hinblick auf Kundennutzen positioniert, werden die neun Marken der VH-Gruppe vertrieblich getrennt geführt. Die Multi-Brand-Strategie besteht aus den zwei europäischen Marken Vaillant und Saunier Duval sowie den sieben regional agierenden Marken Glow-worm, AWB, Protherm, Bongioanni, Parkray, Renova Bulex und Pensotti.

Im Komponentenwerk Roding produziert Vaillant im Rahmen seiner Aluminium-Druckguss-Palette seit vielen Jahren Teile für die Automobilindustrie. Angesichts der vorhandenen Kompetenz bei der Montage druckdichter Gas-/Wasser-Komponenten für die Heiztechnik konnte 2001 der erste umfangreiche Auftrag für die Montage von Common-Rail-Dieselpumpen akquiriert werden. Im laufenden Jahr wird die Produktion auf über 400.000 Stück mehr als verdoppelt.

Im Bereich Baumaterial (Hepworth Building Products) wurde die Angebotspalette bei Drainage-Systemen, Installationsrohren und Zementröhren ebenfalls ausgebaut.

Investitionen für die Zukunft
Die VH-Gruppe hat 2001 mit 59 Mio Euro (Vaillant Gruppe 2000: 37 Mio Euro) wiederum erhebliche Mittel in Sachanlagen investiert. Mit 41 Mio Euro entfielen 69 % hiervon auf die Heiztechnik. Auch die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die mit 39 Mio Euro wieder die Höhe des Vorjahres erreichten, zeigen das Bestreben der VH-Gruppe, aus einer technologischen Führungsposition heraus weiteres Wachstum zu erzeugen.

Neben der ständigen Verbesserung des aktuellen Produktsortiments werden auch mittelfristige Projekte wie Brennstoffzellen-Heizgerät (BZH) und Zeolith-Wärmepumpe vorangetrieben. Bei den BZHs hat Vaillant bereits drei Jahre nach Projektstart den ersten bedeutenden Meilenstein passiert: Nach Beendigung der ersten Laborphase mit kumuliert mehr als 300.000 System-Betriebsstunden in den Entwicklungslabors in Deutschland, USA und Niederlanden und der ersten CE-Zertifizierung eines BZH in Europa überhaupt begannen für drei Vaillant Geräte Ende 2001 die ersten Feldtests. Damit hat Vaillant seine Innovationsführerschaft in der europäischen Heiztechnik erneut unter Beweis gestellt. Nach umfangreichen internationalen Feldtests ist die erste Vorserienfertigung ab 2004 geplant.

Mitarbeiter
Die VH-Gruppe beschäftigte am Jahresende 2001 insgesamt 9.089 (2000: 9.432) Mitarbeiter. Hiervon arbeiteten 3.761 (41 %) in Deutschland und 5.328 im Ausland. Auf die Heiztechnik-Bereiche entfielen dabei 7.300 und auf die Non-Heating-Sparten 1.789 Mitarbeiter.

Ausblick: Weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis
Die wirtschaftliche Entwicklung in den für die VH-Gruppe wichtigsten Märkten bleibt weiterhin gedämpft. Dennoch ist die Gruppe zuversichtlich, bei Umsatz und operativem Ergebnis auch weiterhin Wachstum zu erzielen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Vorteile aus der Integration von Vaillant und Hepworth zunehmend realisiert werden.

Die Geschäftsentwicklung der ersten Monate bestätigt diese Einschätzung. "Das nachhaltige operative Ergebnis (nEBITA) der ersten vier Monate liegt über Vorjahr und Plan", so der für Finanzen und das Non-Heating-Geschäft verantwortliche Geschäftsführer Claes Göransson. "Auch beim Umsatz haben wir mit einem Plus von 5 % gegenüber Vorjahr unsere Planung übertroffen." In der Heiztechnik wuchs der VH-Umsatz um über 2 %, wobei er sowohl in West- als auch in Osteuropa zulegen konnte. Sogar in Deutschland, wo der Markt beträchtlich zurückging, ist der VH-Umsatz gegen diesen negativen Trend gestiegen. Der VH-Marktanteil konnte somit nach den Steigerungen des vergangenen Jahres insbesondere bei Brennwert-Geräten erneut ausgeweitet werden.

Zur Profitabilitätsverbesserung werden neben dem weiterhin konsequenten Kosten-management zu einem erheblichen Teil die im vergangenen Jahr gestarteten Integrationsprojekte beitragen, mit denen die Teilkonzerne Vaillant und Hepworth zusammengeführt werden. Die Synergiepotenziale aus der Bildung der neuen Gruppe werden konsequent genutzt. Dies betrifft alle Bereiche wie Material-, Einkaufs- und indirekte Kosten durch Standardisierung von Komponenten, Nutzung von Skalen-Effekten, Senkung der Materialgemeinkosten, Nutzung gemeinsamer Ressourcen, z. B. bei Forschung und Entwicklung, sowie durch gegenseitige Sortimentsergänzungen der verschiedenen Marken. Die VH-Innovationsoffensive wird auch 2002 mit einer Reihe neuer Wandgeräte der verschiedenen Marken fortgesetzt.

Der europäische Heiztechnik-Markt wird sich trotz der aktuellen, verhaltenen Tendenzen mittelfristig positiv entwickeln. "Wir erwarten", so Dr. Michel Brosset, "dass sich das Volumen der europäischen Kernmärkte insgesamt bis 2005 um ca. 5 % auf über 10 Mrd Euro erhöhen wird." Antriebskräfte sind hierbei die zunehmende Verfügbarkeit von Erdgas, die Emissions- und Energieeffizienz-Gesetzgebung sowie die Trends zu dezentraler, kompakter und raumsparender Heiztechnik.

Die VH-Gruppe wird von diesem Marktwachstum besonders profitieren. Obwohl sie im Hinblick auf die Energiearten Gas, Öl, Elektro und Solar zu den am breitesten aufgestellten Herstellern in Europa gehört, liegt der Schwerpunkt ihrer Aktivitäten bei Gasgeräten und dort im Segment der Wandheizgeräte, das als einer der am stärksten wachsenden Heiztechnik-Märkte gilt.

"Insgesamt", so Dr. Michel Brosset und Claes Göransson, "hält die Gruppe starke Marktpositionen in allen reifen Märkten - oft als die Nummer-Eins. Mit ihren Marken weist sie in den europaübergreifenden und nationalen Märkten eine regional differenzierte Präsenz auf. Diese Erfolge beruhen auf unseren besonderen Kundenbeziehungen durch die größte installierte Geräte-Basis sowie unsere intensive Zusammenarbeit mit Handel und Fachhandwerkern und die umfassende VH-Trainings- und Service-Organisation. Auch den Eintritt in die aufstrebenden Regionen Osteuropas und Asiens haben wir erfolgreich vollzogen. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass die VH-Gruppe ihren erfreulichen Wachstumskurs bei Umsatz und Ergebnis weiter fortsetzen wird."

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