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IWO : Theoretische Reichweite bis zu 1000 Jahren

Rohölreserven sind wieder gestiegen

Die Verteuerungen des Heizöls im vergangenen Jahr sind keine Folge sinkender Energievorräte. Der beste Beweis dafür ist der zeitgleiche Anstieg der Rohölreserven. Zum Jahresende 2000 haben sich die weltweit bestätigten Rohölreserven auf 137,9 Milliarden Tonnen erhöht. Damit erreichten sie fast wieder das Rekordniveau vom Januar 1999.

Die bestätigten Rohölreserven, also jene, die mit derzeitigen Technologien wirtschaftlich gewonnen werden können, reichen demnach beim aktuellen Welterdölverbrauch für 41 Jahre. Doch in diese Reichweite sind nicht die insgesamt vorhandenen Ölvorräten eingerechnet. Zu den gesamten Vorräten gehören nämlich neben den konventionellen Ölvorkommen die so genannten nichtkonventionellen Vorkommen wie Ölschiefer, Ölsande und Schweröle.

Alle diese bekannten Vorkommen zusammengenommen betragen nach Angaben des Mineralölwirtschafts-verbandes (MWV) zurzeit rund 3 300 Milliarden Tonnen. Und diese Menge entspricht, gemessen am heutigen Welterdölverbrauch, einer Gesamt-reichtweite von etwa 1000 Jahren. "Von knappen Vorräten kann also gar keine Rede sein", betont der MWV.

Der Abbau der nichtkonventionellen Ölvorkommen ist zwar meist kostspieliger als der Abbau konventioneller Vorkommen. Aber der allgemeine Fortschritt der Technik bringt auch hier immer bessere Resultate. So kann beispielsweise Rohöl aus Ölsanden mittlerweile zu Kosten von weniger als zehn US-Dollar pro Barrel gewonnen werden. Zum Vergleich: Die Förderkosten konventioneller Vorkommen liegen je nach Fördergebiet gegenwärtig zwischen zwei und 20 Dollar.

Schon heute decken Rohöle aus nicht-konventionellen Vorkommen zwischen fünf und zehn Prozent der gesamten Förderung. Und es besteht bei den Experten der Mineralölwirtschaft kein Zweifel, dass die nicht-konventionellen Öle im Laufe des 21. Jahrhunderts einen wachsenden Beitrag zur Welterdölversorgung leisten werden.

Die mit heutiger Technik gewinnbaren Potenziale konventioneller und nichtkonventioneller Rohöle belaufen sich nach Ermittlungen der Bundesanstalt für Geowissen-schaften und Rohstoffe derzeit bereits auf insgesamt 934 Milliarden Tonnen. Damit könnte die heutige Welterdölversorgung rein rechnerisch 266 Jahre lang aufrecht erhalten werden, ohne dass neue Vorkommen entdeckt oder neue Technologien entwickelt werden.

Expertenschätzungen über die mittelfristige Entwicklung des Rohölpreises kommen daher zu dem Ergebnis, dass sich auch noch in 20 Jahren die Rohölpreise in einer Bandbreite zwischen 20 und 30 US-Dollar bewegen. Das entspricht beim derzeitigen Dollarkurs einem Rohöl-Literpreis von 30 bis 35 Pfennig. "Heizöl und andere Mineralölprodukte bleiben deshalb im Energieträgerspektrum ein preislich wettbewerbsfähiger Energieträger", schlussfolgert der MWV.

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